3. Denise Schindlmeier
Hey, ich bin Denise, 30 Jahre alt,
"born and raised" in Freilassing und nach längerem Aufenthalt nach meinem Psychologie-Studium in Salzburg, nun wieder zurück in der Heimat. Seit einem Jahr lebe ich jetzt wieder hier mit meinem Partner und unseren zwei Axolotl.
Aktuell arbeite ich als Inklusions-Assistentin in einem städtischen Kindergarten in Salzburg, vorher war ich als Bezugsbetreuerin in einem Wohnhaus für psychisch Erkrankte tätig.
Mein Engagement war bisher mehr im Ehrenamt als in der Politik. Bildungsarbeit ist mir sehr wichtig, ebenso wie Räume für Jugendliche zu schaffen, in denen man einfach sein kann und sich mit Gleichaltrigen austauschen kann, ohne dass Geld und Status Einfluss nehmen. Niederschwellige Angebote, die uns als Gesellschaft wieder näher zusammenbringen, sind für unsere Zunkunft unerlässlich.
Im Kindergarten bringen wir den Kindern Regeln bei, wie "Keiner bekommt einen zweiten Geburtstags-Muffin, bevor nicht jeder einen Ersten bekommen hat" und "Das Spielzeug im Kindergarten ist für alle da. Wir teilen, sind nett zueinander und helfen uns gegenseitig".
Dass diese Grundregeln zum Zusammenleben, die 3-6 jährigen Kindern völlig einleuchten, in unserer Gesellschaft als linke Politik gelten, und nicht als die Grundpfeiler unserer Gesellschaft, die sie eigentlich sind, überrascht mich jeden Tag aufs Neue.
Ich bin bei den Linken, weil ich Politik machen will, die uns ALLEN etwas bringt.
Wer in Freilassing schonmal eine Wohnung suchen musste, weiss, wie schwierig das ist. Wohnraum muss für alle zur Verfügung stehen und bezahlbar sein. Für alleinstehende Mütter, für Singles und für alte Menschen, genauso wie für gutverdienende Paare und Familien. Gedeckelte Mieten und Sozialwohnungen schaffen hier Abhilfe.
Ebenso sind Teilhabe und Inklusion ein wichtiges Thema. Die Möglichkeit, am gesellschaftichen Leben teilzuhaben, darf nicht an körperlichen Einschränkungen oder am Einkommen scheitern.
Dazu zählt beispielsweise der ÖPNV. Der Nahverkehr muss besser ausgebaut, statt eingeschränkt werden, außerdem zu wirklich erschwinglichen Preisen nutzbar sein. Wenn die Überlegung, zum Arzt oder zur Apotheke zu kommen, an den Transportkosten oder der Reisezeit dorthin scheitert, entsteht für unsere Bevölkerung ein reales Problem. Das sind Sorgen, die niemandem haben sollte.
Ebenso braucht es Begegnungsräume. Ob dies nun fixe Treffpunkte oder Veranstaltungen sind. Es braucht Gelegenheiten, außer Haus zu gehen und mit seinen Mitmenschen zu interagieren, ohne dass diese hinter einer "Paywall" sind.
Politik soll für alle zugänglich sein. In der Schule gibt es oft erste Berührungspunkte, doch für viele Leute können die Prozesse dahinter trotzdem kompliziert und verwirrend wirken. Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung soll hier Abhilfe schaffen. Es braucht z.B. Live-Streams aus dem Rathaussaal, ebenso wie von anderen wichtigen Sitzungen. Ebenso sollte man auch jüngere Mitbürger wieder mehr einbeziehen. Ein Jugendparlamet wär hier vorstellbar. Repräsentation und Transparenz sind wichtig und stärken auch das Vertrauen in die Politik. Denn wenn die Leute verstehen, wer und wie Politik macht, bleibt wenig Raum für Skepsis.
Bildung ist einer der wichtigsten Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Hier muss mehr investiert werden, auch in außerschulische Bildungsangebote. Vor allem braucht es mehr Bildung im technischen Bereich. KI und Social Media sind große Themen, vor allem für unsere Jugend. Der richtige Umgang damit muss vermittelt werden. Es müssen Anreize geschaffen werden, in denen Kinder und Jugendliche wieder Freude daran haben, Neues zu lernen, ohne den permanenten Notendruck im Nacken. Schule und Zunkunft ist wichtig, zu viel Stress und Druck in dem Bereich lähmt Kinder aber und steht im Weg. Es braucht hier einen Mittelweg.

