4. Rudolf Kreuzeder
Mein ganzes Leben lang bin ich schon im Berchtesgadener Land beheimatet und obwohl ich in Bad Reichenhall geboren wurde, ist Freilassing bis auf ein paar Unterbrechungen meine Heimatstadt. In dieser mit meiner Familie zu leben wird mir Jahr für Jahr mehr zur Freude, aber auch zum Auftrag.
Umgeben von meiner geliebten Familie (zu der ich auch die Katze Minka zähle) ist es mir eine Herzensangelegenheit, mich für die Region und die darin lebenden Menschen einzusetzen, damit wir als Gesellschaft zusammen ein gutes Leben führen können, von dem auch zukünftige Generationen etwas haben.
Meine Politisierung war ein langwieriger Prozess und hat in jüngeren Jahren eher im Hintergrund und Stillen stattgefunden. Erst als meine Tochter in mein Leben getreten ist und ich durch Umstände in das Ehrenamt eines Betriebsrats gekommen bin, war ein Wendepunkt zu mehr Aktivismus erreicht.
Mein berufliche Profession liegt in der Pflege und die über Jahre hinweg negative Entwicklung im Gesundheitssektor hat mich der Gewerkschaftsarbeit nahegebracht. Die damit einhergehende Bildung und das Erkennen und Verstehen von Zusammenhängen hat in mir den Wunsch keimen lassen, aus der politischen Passivität herauszutreten und mich mit Kräften bei der Partei Die Linke für eine gerechtere und bessere Welt stark zu machen.
Neben den naheliegenden Themenfeldern der „regionalen Gesundheitsversorgung“ und „Arbeitnehmerrechten/gute Arbeitsbedingungen – gute Löhne“, sind es vor allem die Bereiche rund um „bezahlbares Wohnen“ und „Transparenz /Bürgerbeteiligung“ welche ich mir für mein politisches Wirken auf die Fahne geschrieben habe.
Definitiv ist eben die Frage von „bezahlbarem Wohnraum“ die dringlichste Aufgabe in Freilassing und ich werde mich dafür einsetzen, dass nichts unversucht bleibt, dieser Problematik die nötigen Antworten entgegenzusetzen.
Dies bedeutet natürlich nicht, dass das Ringen um eine tolerante, inklusive und bunte Gesellschaft zu kurz kommt.
Konkret sind es auch das Streben nach einem längst überfälligen Frauenhaus als Schutzraum im Berchtesgadener Land und eine längst überfällige „Katzenschutzverordnung“, welche dem Tierleid ein bewiesen wirksames Instrument zur Hand gibt.
Bildung unserer Kinder und Jungen Menschen, aber auch die Erwachsenenbildung ist das Fundament für eine handlungsfähige, tatkräftige und solidarische Gemeinschaft, denn ich bin der festen Überzeugung, dass Chancengleichheit unabdingbar für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben unserer Zeit sind, ohne dass jemand zurückgelassen wird. Denn jeder Mensch ist wertvoll und muss die Möglichkeit bekommen seinen selbst ausgesuchten Platz, unabhängig vom finanziellen Background, zu finden.
Ich bin der festen Überzeugung, dass die Stärkung des Ehrenamts, der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der notwendige Umbau hin zu einer generationengerechten Infrastruktur samt Erhalt und Wiederansiedlung von regionalem, nachhaltigem und leistbarem Handwerk und Handel, nötig sind um unser Freilassing, unser Berchtesgadener Land und unser Süd-Ostbayern zu einer noch lebenswerteren und schöneren Gegend für alle Menschen zu machen.

